„Komm, lies mir bitte vor!“

 

Die Eltern sind mitverantwortlich für eine gute Lesekompetenz ihrer Kinder, denn der Erwerb des Lesens ist im Vorlesen und Erzählen von Geschichten begründet.

 

Die Weichen für gute Lesekompetenz werden schon in der frühen Kindheit gestellt und das unter Einbezug der Eltern. Die Bedeutung des Vorlesens darf nicht unterschätzt werden, es ist die Vorstufe zum eigenen Lesen und damit auch zu erfolgreichem Lernen. Es fördert die sprachliche Entwicklung und regt das Vorstellungsvermögen an, das kann die beste Kindersendung nicht bieten. Nicht zu vergessen, die enge Beziehung welche zwischen Leser und Zuhörer entsteht.

 

Frühe Leseförderung zeigt sichtbare Erfolge – garantiert! Nach einer Studie der Universität Chicago profitieren schon 20 Monate alte Kinder, wenn ihnen ihre Eltern vorlesen. Diese Kinder haben einen viel reicheren Wortschatz als Gleichaltrige, denen nicht vorgelesen wird. Sie kennen im Durchschnitt 131 zusätzliche Wörter! Dieser Vorsprung wächst rasant: Mit zwei Jahren beherrschen sie sogar 291 Wörter mehr als Kinder, die ohne Gute-Nacht-Geschichten auskommen müssen. Durch die Erzählungen lernen  Kinder zudem neue Ausdrücke und prägen sich anspruchsvollere Satzmuster ein.

 

Die Lust am Lesen kommt meist nicht von allein. Indem wir also aktiv dazu beitragen und den jungen Kindern vorlesen, können wir deren Interesse an Texten wecken und haben somit Einfluss auf die Lesekompetenz und den Schulerfolg.

September 2019